Stress, Überforderung, Wohlbefinden, Entspannung, was immer auf unser Gehirn wirkt, beeinflusst darüber hinaus auch die Zellen unseres Immunsystems. Umgekehrt wirkt sich unser Immunsystem auf die Psyche und unseren Körper aus. Sind die Immunfunktionen geschwächt, können Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Störungen der Darmgesundheit wie Verdauungsbeschwerden und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, Rheuma, Fibromyalgie, Neurodermitis, Schuppenflechte, multiple Sklerose, zahlreiche weitere Erkrankungen und nicht zuletzt Krebs entstehen.

Im Modell der PNI ist eine Erkrankung immer nur ein Symptom, dem eine bestimmte Ursache zugrunde liegt, nämlich eine biologische (wie zum Bespiel eine Infektion oder unsere genetische Präsdisposition), eine psychologische (etwa unsere Persönlichkeitsstruktur) und eine soziale Komponente (wie z.B. Stress am Arbeitsplatz, familiäre Probleme). Demzufolge wird in der Behandlung nach den Ursachen für diese Symptome gesucht und über Einflussnahme auf die zugrunde liegenden Wirkmechanismen letztlich auf die Selbstheilungskräfte des Menschen abgezielt.

Unser psychisches und physisches Befinden steht in engem Zusammenhang mit unserem Essverhalten und umgekehrt. Stress und Heißhunger sind für unseren Körper Notsignale. Seit der Steinzeit reagiert unser Körper auf Stress noch immer mit den gleichen körperlichen Signalen, nämlich Angriff oder Flucht.

Unser heutiges Ernährungs- und Bewegungsverhalten entspricht jedoch zwangsläufig nicht mehr diesem Steinzeitgenom. Viele Forscher sehen darin die Ursache für eine ganze Reihe unserer heutigen Zivilisationskrankheiten wie z.B. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Übergewicht und Arteriosklerose.

Ein Prinzip der Psychoneuroimmunologie ist es daher, den Körper ganzheitlich zu betrachten und entsprechende Lösungsansätze zu finden, die möglicherweise eine rein schulmedizinische Betrachtungsweise überschreiten. Dies gelingt nur, wenn das Wissen um die beschriebenen interdiziplinären Verknüpfungen und Zusammenhänge vorhanden ist und berücksichtigt wird.

Sicher möchten Sie nun wissen was Sie bei einer PNI Konsultation erwartet.

In einer PNI-Sitzung führe ich mit Ihnen ein ausführliches Anamnesegespräch, in dem wir neben Ihren gesundheitlichen Beschwerden auf Ihre physische und psychische Konstellation sowie Ihre allgemeine Lebenssituation eingehen.

Über den Prozess des „Deep Learnings“ vermittele ich Ihnen die komplexen Zusammenhänge zwischen Gehirn und Körper und Ihrem jeweiligen Beschwerdebild. Dadurch gewinnen Sie das nötige Verständnis für die Funktionsweise Ihres Körpers und entwickeln langfristig ein neues Gesundheitsbewußtsein.

Anhand der in unserem Gespräch gewonnenen Informationen erarbeite ich individuell mit Ihnen zusammen einen Therapieplan, der angemessene Bewegung, eine immunstärkende Ernährung, sinnvolle Nahrungsergänzungen sowie sind Mentaltechniken und Selbstmanagementkonzepte berücksichtigt.
Die Fachbesprechung mit dem Therapeuten für klinische Psycho-Neuro-Immunologie ist eine Privatleistung und wird grundsätzlich nicht von den Krankenkassen bezahlt. Verschiedene private Kostenträger in der EU bezuschussen diese Leistung.